Nach Bundesland

So verteilen sich die Gemeinden mit Schutzgebieten auf die Bundesländer.

Bundeslandim SchutzgebietAnteilerfasst
Hessen17839,9 %394
Mecklenburg-Vorpommern14119,3 %339
Saarland1119,0 %31
Thüringen11017,8 %346
Niedersachsen16816,8 %434
Nordrhein-Westfalen6214,5 %205
Rheinland-Pfalz2289,8 %1.299
Sachsen337,7 %162
Brandenburg286,6 %160
Bayern1064,6 %1.392
Schleswig-Holstein464,1 %147
Sachsen-Anhalt73,1 %47
Baden-Württemberg00,0 %10

Länder vergleichen sich hier nur bedingt. Jedes Land weist eigenständig aus und schneidet die Gebiete unterschiedlich zu. Ein hoher Anteil kann ebenso von der Ausweisungspraxis herrühren wie von der Zahl der Wassergewinnungen.

Was ein Wasserschutzgebiet auslöst

Rund um jede Trinkwassergewinnung legt das Land ein Schutzgebiet fest, meist in drei Zonen: unmittelbar am Brunnen (I), im engeren Umfeld (II) und im weiteren Einzugsbereich (III). Je näher an der Fassung, desto strenger. Typisch eingeschränkt oder untersagt sind Erdwärmesonden, das Lagern wassergefährdender Stoffe einschließlich Heizöltanks, bestimmte Düngung und Pflanzenschutz, Erdaufschlüsse sowie manche Bauvorhaben.

Der Punkt, der Geld kostet, ist meist die Erdwärme: wer eine Wärmepumpe mit Erdsonde plant, erfährt oft erst spät, dass gebohrt werden darf — oder eben nicht. Bundesweit liegt der Ortsmittelpunkt von 1.118 Gemeinden in einem Schutzgebiet, das sind 10,0 % aller Gemeinden.

Quelle: Bundesanstalt für Gewässerkunde, Wasserschutzgebiete-DE — Trinkwasserschutzgebiete und Heilquellenschutzgebiete, Stand 2026-04-09, 28.267 Gebiete. Der Datensatz ist im europäischen Datenportal als High-Value Dataset geführt und damit gebührenfrei und maschinenlesbar bereitzustellen. Aufbereitung vom 2026-08-13.